Worauf es beim richtigen Fahrradsattel für das Radwandern ankommt
Insbesondere bei längeren Touren ist die Art und Qualität des Fahrradsattels für den Fahrkomfort von entscheidender Bedeutung. Radwanderer, für welche nicht zu sehr der sportliche Aspekt sondern vor allem der Spaß an Landschaft, Natur und Sehenswertem im Vordergrund steht, legen auf ein bequemes Fahren besonders viel wert. Die Auswahl des richtigen Sattels muss dabei hinsichtlich verschiedener Kriterien erfolgen.
Auf die richtige Form des Fahrradsattels kommt es an
Ein wichtiges Auswahlkriterium für den richtigen Fahrradsattel ist die vom Fahrer üblicherweise eingenommene Sitzposition auf dem Fahrrad. Diese kann von einer aufrechten Sitzposition bis hin zu einer stark geneigten Position reichen, wie sie beim sportlichen Fahren von Rennrädern üblich ist. Sicherlich kommt für die meisten Radwanderer eine eher aufrechte bis moderat gekrümmte Sitzposition infrage. Eine grundlegende Regel besagt, je aufrechter die Sitzposition ist umso breiter sollte der Fahrradsattel sein. Sättel für die aufrechte Sitzposition besitzen auch eine wesentlich kürzere Sattelnase.
Der passende Fahrradsattel für Männer und Frauen
Auch spielt der Unterschied der Geschlechter eine wichtige Rolle. Bedingt durch die im Durchschnitt größere Breite des Beckens empfiehlt sich für Frauen, aber auch für kräftig gebaute Männer ein eher breiterer Sattel. Durch die Form des Beckenknochens steht der Oberschenkelknochen der Frau beim Fahrradfahren jedoch auch in einem steileren Winkel zur Körpermitte. Dies hat zur Folge, dass sie die Beine enger am Fahrradsattel vorbei bewegt als ein Mann. Ein T-förmiger Sattel mit schmalen Sattelflanken ist für Frauen grundsätzlich günstiger. Typische Damensättel sind daher oft insgesamt breiter, jedoch mit einer schmalen Sattelnase versehen. Um die optimale Sattelbreite zu finden lässt sich der Abstand der Sitzknochen auch individuell vermessen.
Die richtige Härte des Fahrradsattels
Ein zu weicher Fahrradsattel kann schon nach kurzer Zeit unbequem werden. Die Sitzknochen sinken dabei soweit ein, dass zum Beispiel die empfindlichen Muskel- und Sehnenansätze gereizt werden. Besonders Radwanderer benötigen daher einen Sattel mit ausreichender Härte.